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Gedanken zum Jobwechsel

In unserer Branche, wie überall, ist der Fachkräftemangel angekommen. Wenn das Wachstum eines Unternehmens in Gefahr ist, weil man keine geeigneten Fachleute findet, komme auch ich oft ins Spiel. Als „Menschenzusammenbringer“ bin ich auch sehr gerne als Personalberater behilflich. 

In meinen Gesprächen mit potentiellen Kandidaten für die Vakanzen, die ich für meine Partner besetzen darf, besprechen wir auch oft die Gründe, warum jemand darüber nachdenkt, eine neue Herausforderung anzunehmen. 

Auch wenn ich mit Partnern diskutiere, offene Positionen zu besetzen, mache ich mir immer ein Bild vom Unternehmen. All die Punkte, die ich unten weiter ausführe, sind Bestandteil meiner Überlegungen, welcher Spezialist zum Partner passt. Es muss für beide Parteien passen. 

Menschenzusammenbringer

Gedanken zum Jobwechsel

Gehalt:

Gerade in letzter Zeit höre ich oft, dass man sich eine bessere Bezahlung wünscht. Klar, wenn alles teurer wird, wird das Geld am Ende des Monats für viele Familien knapp. Wenn Du das Gefühl hast, dies durch Vergleiche auch belegen kannst, dass Du für Deine Tätigkeit zu wenig Gehalt bekommst, solltest Du überlegen, ob ein Jobwechsel mehr Geld bringen könnte. Doch bedenke: „Geld ist nicht alles“. Oft entscheiden auch zusätzliche Benefits und Bestandteile des Packages wie z.B. Firmenwagen, Altersvorsorge und zusätzliche Versicherungen. 

Wenn Du aber generell mit Deiner Position und Deinem Aufgabenbereich zufrieden bist und ein gutes Verhältnis zu Deiner Geschäftsleitung hast, lohnt es sich, über das Gehaltspackage zu sprechen. Kein Arbeitgeber verliert gerne engagierte Teammitglieder.  

Unzufriedenheit:

Fehlt es Dir an Herausforderungen? Langweilt Dich Dein Job? Ist es eben nur ein Job, den man 9-5 abspult? Ist der Gedanke am Montag wieder zur Arbeit zu müssen, einer, den man am Wochenende oder im Urlaub gerne verdrängt? Bist Du der Meinung, dass Du viel mehr leisten könntest? Keine Frage, das könnten durchaus Gründe sein, warum Du über eine neue Herausforderung nachdenken solltest.   

Weiterentwicklung:

Kennst Du auch solche Menschen, die sich in ihrer Komfortzone wunderbar wohlfühlen? Man hat ein gewisses Level an Status und Lebensqualität erreicht und warum sollte man sich jetzt noch (10 Jahre vor der Rente 😉) noch weiterentwickeln. Glaubt mir, Vorgesetzte nehmen das durchaus wahr. Für viele ist aber persönliche und berufliche Weiterentwicklung ein wichtiges Thema. Zur Weiterentwicklung gehört auch, dass man innerhalb des Unternehmens bei entsprechender Eignung aufsteigen kann. Andere Aufgabenbereiche, Personal- und Budgetverantwortung, Teamleitung sind oftmals Ziele, die sich engagierte, zur Weiterentwicklung bereite Mitarbeiter, wünschen. Wenn Dein Arbeitgeber das und Dich nicht unterstützt, kann es Zeit sein, sich nach einer neuen Herausforderung umzuschauen.  

Unternehmenskultur:

Die Unternehmenskultur muss mit den eigenen Werten zusammenpassen. Wenn beide Vorstellungen zu weit auseinandergehen, fühlst Du Dich ganz bestimmt unwohl und Dein Arbeitgeber wird auch nur mässig mit Dir zufrieden sein (können). Ich habe einige Partner kennengelernt, die sich mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen und durchaus auch auf ihr Team hören. Wichtig ist m.E. einen Unternehmens-Kodex zu definieren, an den sich alle halten müssen und der im Unternehmen von „oben bis unten“ gelebt wird. Wie geht man miteinander um? Welches Verhältnis hast Du zur Geschäftsführung oder Deinen Vorgesetzten? Stimmt die Chemie?

Perspektiven:

Steht das Unternehmen wirtschaftlich gut da? Drohen Entlassungen, Veränderungen im Management oder wurden Kollegen bereits betriebsbedingt gekündigt? Jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt Marktschwankungen und ist von der allgemeinen Wirtschaftslage mehr oder weniger betroffen. Gerade dann braucht es loyale und engagierte Mitarbeiter. Stelle Dir die Frage, ob Du Deinen Job auch nächstes Jahr oder in fünf Jahren hast, sofern Du zufrieden bist. Ein sicheres und stabiles Arbeitsverhältnis ist viel wert. Umgekehrt solltest Du natürlich auch abklären, ob bei einem Jobwechsel Dein künftiger Arbeitgeber wirtschaftliche, stabile Kriterien erfüllt.  

Work-Life-Balance, Gesundheit:

Heute in aller Munde und oft habe ich das Gefühl, dass die Work-Life-Balance alles andere überdeckt. Nachvollziehbare Gründe sind sicher, wenn der Arbeitgeber flexible Arbeitszeitmodelle anbietet oder auch, wenn es die Position zulässt, hybrides Arbeiten ermöglicht. Regelmässige Studien, dass man in einem Modell der 30-Stunden-Woche produktiver arbeitet, oder im Homeoffice allgemein effektiver seinen Job macht, werden immer wieder veröffentlicht und auch immer wieder widerlegt. Unsere Arbeitswelt unterliegt einem Wandel, ohne Zweifel, aber die Arbeit muss trotzdem gemacht werden. Wenn wir über Work-Life-Balance und die sog. Quality Time reden, muss man auch darüber nachdenken, ob man 24/7 erreichbar sein muss und wie der Arbeitgeber unterstützt, wenn es um das gesundheitliche Wohlbefinden geht. Ein Obstkorb ist sicher nicht genug. Jobrad und Zuschüsse zum Fitness-Studio können mögliche Benefits sein, die heute eigentlich Standard sein sollten.      

Tapetenwechsel:

Manchmal ändern sich familiäre oder persönliche Umstände. Manchmal kann es auch reizvoll sein, wegen dem Job an einen anderen Standort umzuziehen. Vielleicht wollte man schon immer an die Küste oder ins Gebirge? Ich selbst hatte in meinen bisherigen Positionen oft Hybrid-Lösungen mit Dienstwohnungen und Heimreisen am Wochenende. Anstrengend, aber damals eben auch der familiären Situation geschuldet.

Technologiewandel:

Hast Du das Gefühl, dass Dein Unternehmen den technologischen Wandel mitmacht oder sogar als Vorreiter gilt? Prima, denn auch dies kann ein Grund sein, beim jetzigen Unternehmen zu bleiben oder eben sich eine neue Herausforderung zu suchen, wenn dem nicht so sein sollte. Der technologische Wandel ist nicht wegzudiskutieren und wer sich diesem verweigert oder nur zögerlich annimmt, wird sich Gedanken über die Zukunft seines Unternehmens machen müssen.

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