Das 10-Minuten-Problem Teil 2

Nachdem der erste Teil meiner Serie von vielen gelesen wurde, nun der zweite Teil dieser kleine Serie. Vielen Dank auch für Euer positives Feedback.

Wir beschäftigen uns in diesem zweiten Teil dann doch noch etwas mit dem klassischen Konferenz- und Meetingraum.


Im ersten Teil habe ich aufgezeigt, was diese angenommenen 10 Minuten kosten können. Bei 50 Mitarbeiter, die regelmässig in Meetings 10 Minuten warten müssen, kommen Kosten in Höhe von 120T€ p.a. zusammen. Das ist viel und vor allem zum großen Teil vermeidbar.

Vermeidbar dann, wenn wir von Technik sprechen, die nicht das tut, was der Nutzer will.

Da gibt es noch die Konferenzräume, in denen man mit drei verschiedenen Fernbedienungen hantieren muss, um das Display oder den Projektor zu bedienen und damit die Klimaanlage und die Beschattung steuert. Dann gibt es noch das HDMI Kabel auf dem Tisch, welches am Notebook angeschlossen wird. Welcher Eingang muss nun gewählt werden? Manchmal haben wir auch noch VGA Kabel. „Hat jemand einen Adapter dabei?“ Manchmal hat aber auch der Kollege, der den Raum vorher nutzte, das HDMI Kabel einfach mitgenommen. Was dann? Techniker rufen!

Worst Case Szenario sicherlich, aber nicht gerade von der aussterbenden Sorte, oder? Oft findet man solche „Installationen“ übrigens bei den Firmen, die solche Lösungen integrieren und bei Ihren Kunden ganz hervorragende Arbeit leisten. Ich frage mich dann immer, wieso man nicht im eigenen Konferenzraum „State Of The Art“ zeigt.

Eine integrierte Lösung wie die Commwall kann da schon für Klarheit sorgen und Premiumansprüche befriedigen. Hoch integriert und alles, was man braucht in einem Gerät. Die CollaborationApp von smartPerform rundet die Lösung ab.

Nun sprechen wir aber von zeitgemässen Installationen, bei denen man über ein Touchpanel oder iPad die grundlegenden Funktionen des Raums auswählen kann. Oftmals sind diese Programmierungen von Technikern geplant worden und der Programmierer macht das, was von ihm erwartet wird. Kryptische und kaum nachvollziehbare Menüs und Unterseiten, die eine Vielzahl von Auswahl- und Einstellmöglichkeiten bieten. Braucht der Nutzer das alles? Sollte der Nutzer, egal, in welchem Raum er sich befindet, nicht eine Bedienoberfläche vorfinden, mit der er innerhalb von Sekunden eine Anlage zum Laufen bringt?

Was solche Bedienoberflächen angeht: warum orientieren wir uns nicht an der Vielzahl von Apps, die wir heute schon auf unserem Smartphone nutzen? Einfach intuitiv und intuitiv einfach. Die Hauptfunktionen sofort sichtbar und die Einstellungen sind mit dem Zahnrädchen erreichbar.

Und wenn etwas nicht funktioniert? Was macht man dann? Die Telefonnummer des Technikers suchen, ihn anrufen? Ihm eine Textnachricht senden? Oder einfach das Helpdesk über einen Button auf der Bedienoberfläche auswählen? Das wäre einfach.

Gehen wir mal davon aus, dass es diesen Button gibt. Es meldet sich sofort ein Techniker, der sieht, in welchem Raum es welches Problem gibt, von wem und für wen dieser Raum gebucht ist. Er kann im NOC von seinem Service Desk aus den Raum auch remote bedienen, damit das Meeting starten kann. Schöne neue Welt und Zukunftsmusik?

Nein, das gibt es heute schon.

Automatisierung ist ein anderer Aspekt. Internet Of Things, künstliche Intelligenz soll helfen. Das Windows Collaboration Display (WCD) von Sharp zum Beispiel bietet eingebaute IoT Sensorik, mit denen die Raumtemperatur, Luftqualität, Bewegung, Luftfeuchte und Helligkeit gemessen wird. Diese Parameter können einer Raumsteuerung übergeben werden. Manchmal braucht man das aber gar nicht, weil der Raum schon „überwacht“ wird. Aber das ist Gebäudemanagement und hat mit Medientechnik nichts zu tun, höre ich da manchmal. Diese Systeme der TGA und Medientechnik miteinander „verheiraten“? Wie wäre das? Wird oftmals schon gemacht, aber könnte viel öfter zu effektiverem, produktiverem und wirtschaftlicherem Einsatz der Konferenzräume sorgen. Ein System für alles. Auch das gibt es heute schon. Wer setzt es bereits ein?

Automatisierung kann auch sein, dass das Display oder der Projektor, bzw. das Signalmanagement erkennt, welches Signal, mit welcher Auflösung wo anliegt und entsprechend geroutet wird. Rudimentär und auch das ist in den meisten Fällen glücklicherweise schon realisiert.

BYOD (Bring Your Own Device) ist ein anderes Thema. Kabelgewirr auf dem Tisch? Den richtigen Adapter mal wieder nicht zur Hand? Drahtlos wird das heute gelöst. Ohne Dongles. Video ohne Ruckeln. Sound möglichst in Hifi Qualität. Egal von welchem „mitgebrachten“ Gerät auf welche Senke. Das ist modernes Arbeiten und Collaboration. Ich durfte die Lösungen der Familie CYNAP von Wolfvision kennenlernen. Intuitiv, flexibel und hochwertige Übertragung mit Touch Back – so geht das.


Fazit: es gibt die Technik heute schon, eigentlich schon viel länger, aber man muss sie auch einsetzen, sie soll uns helfen, das (Meeting-) Leben leichter zu machen. Dann brauchen wir nur noch einen Kümmerer, der dafür sorgt, dass es möglichst vor einem Ausfall schon an der Lösung gearbeitet wird, aber spätestens im Notfall schnellstens helfen kann. Auch das gibt es schon. Ich werde weiter berichten. Stay tuned 😉


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