Das war die Learntec 2020

Die LEARNTEC 2020 ist zu Ende. „Drei Tage, die zeigen, dass digitales Lernen kein Zukunftstrend mehr ist, sondern ein Wachstumsmarkt.“, so die Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Britta Wirtz. Ein neuer Rekord an Besucherzahlen bestätigt das. 34% Zuwachs. 15.600 Besucher haben die Messe besucht. Der Anteil von Fachbesuchern ist um mehr als ein Drittel gestiegen.

© Messe Karlsruhe

Nachdem ich bereits über den Messeauftritt von SHARP berichtet habe, nun ein kleiner Rundgang mit meinen Eindrücken von der Learntec 2020.


Die Aussteller, mit denen ich gesprochen habe, waren allesamt sehr zufrieden mit der Besucherzahl und vor allem mit der Qualität der Gespräche. Der Digitalpakt scheint sich in einem verstärkten Interesse von Bildungseinrichtungen auszuwirken. Die Digitalisierung und wie das Lernen in der Zukunft und schon heute aussehen kann, war das Kernthema der Aussteller. Welche Soft- und Hardwarelösungen braucht es? Ist die Cloud immer noch etwas, was man sich nicht vorstellen kann? Augmented und Virtual Reality wird sicherlich helfen, komplexe Lerninhalte zu vermitteln. Fast spielerisch wirkt es, wenn Auszubildende mit der „virtuellen“ Motorsäge Bäume ganz ohne Gefahr fällen oder Facharbeiter sich Kenntnisse aneignen, wie z.B. Maschinen zu bedienen und zu warten sind.

Das Lernen am Arbeitsplatz nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Online-Kurse, zugeschnitten auf den einzelnen Mitarbeiter, helfen, Reisekosten und Reisezeiten zu reduzieren. Nachhaltigkeit wird auch so gefördert. Vor allem können diese Kurse dann absolviert werden, wenn Zeit und Ruhe dafür da ist. Hier ist die KI auch schon eingekehrt, indem Softwarelösungen adaptiv arbeiten. Je nach Kenntnis und Fortschritt können Onlinekurse für jeden Teilnehmer individualisiert werden. Das Ergebnis ist effektiveres und produktiveres Lernen.

Das Businessnetzwerk LinkedIn bietet auch ein Modul namens „LinkedIn-Learning“ an. Mittlerweile bietet LinkedIn auf dieser Plattform über 2.500 deutsche Beiträge zu Themenbereichen Business, Technik und Kreativität an. Führungskompetenz, berufliche Weiterentwicklung, Online-Marketing Data Science, Cloud Computing, Programmiersprachen, 3D, CAD, Webdesign und Video sind einige der Themenbereiche die angeboten werden. Mit einem kostenlosen Probemonat kann man sich das Portfolio in Ruhe anschauen und testen.

Klassische Schulverlage wie z.B. Westermann haben sich diesem Trend auch angeschlossen und bieten entsprechende Onlineangebote an. Gamebased-Learning, Apps und interaktive Schulbücher stellt dieser Verlag zur Verfügung.


Einige Hardwarelösungen, die auf der Learntec gezeigt wurden. Auf dem Gemeinschaftsstand von SHARP, Vogels und Wolfvision:

Tobias Ebinger von Wolfvision präsentierte die Lösungen CYNAP und die Desktop Visualizer Systeme.

Die Besucher hatten die Gelegenheit in einem Preview vor der ISE die Präsentation und Vorführung des Visualizers VZ-8 UHD zu erleben. Eine Neuentwicklung aus dem Hause Wolfvision mit dem gewohnt robusten mechanischen Aufbau, 4K Auflösung mit 60fps, für DIN A3 Vorlagen und mit einem optischen 16-fach und digitalen 4-fach Zoom (somit 24-facher Zoom möglich). 2 HDMI-Eingänge lassen eine Side-by-Side Darstellung von Visualizer Content und externer Quelle zu. Streaming über Netzwerk, Recording (nur Video), Speichermöglichkeit auf dem internen 8GB Speicher, sowie auf externem USB-Stick. Die Fokussierung per Touchscreen, ähnlich wie bei Smartphone-Kameras, sind weitere Highlights dieses Systems. Vor allem wenn unterschiedlich hohe Exponate gezeigt werden sollen, ist dies besonders nützlich und einfach. Mich begeisterte die Bildqualität, die einfache und intuitive Bedienung. Ein Endkundenpreis von 3.350,-€ dürfte einige der Interessenten sicher auch positiv überrascht haben.

Die gesamte Produktpalette der Visualizer soll sukzessive auf die Auflösung von 4K ausgebaut werden.

CYNAP , die drahtlose Anbindung von BYOD-Geräten und Lösungen für Collaboration und Präsentation stand ebenso im Fokus.

Foto: © Wolfvision

Mit der CYNAP-Familie stehen jedem Anwender je nach Bedarf leistungsfähige und einfache Lösungen zur Verfügung. CYNAP kommt ohne Apps und Dongles aus und vereinfacht so das Spiegeln von Inhalten von iOS-, Android-, Windows- und MAC-basierten Geräten. Die integrierte Whiteboard-Funktion mit Annotation, für mehrere Benutzer gleichzeitig verfügbar, erleichtert die Zusammenarbeit und steigert die Produktivität von Meetings. Mit Softwareerweiterungen wie z.B. dem VSolution Meeting Feature Pack lassen sich auch Raumbuchungungsfunktionen im CYNAP Core verwirklichen. Alle Geräte der CYNAP Familie arbeiten mit einer 4K Auflösung. Tobias Ebinger präsentierte außerdem die intuitiv zu bedienende Software VSolution Matrix, mit der über eine grafische Oberfläche mehrere CYNAP Core oder CYNAP Geräte verbunden werden können. Somit werden Inhalte untereinander geteilt. Eine Enterprise-Level-Verschlüsselung sorgt für Sicherheit im System.

Auf der ISE wird die Erweiterung der Familie der CYNAP Lösungen präsentiert. Mehr Infos auf der Internetseite von Wolfvision


Volker Scheiber von Vogel’s präsentierte mir u.a. motorisiert verstellbare Displaywägen für Displays. Mit den universell verwendbaren Vogel’s Connect-It Adapterbars ist das Anbringen und Austauschen von Displays sehr viel einfacher. Der motorisierte Displaywagen Touchtable PFTE 7121 mit Unterbauschrank auf dem das SHARP BigPad PN-70TH5 montiert wurde, ist mit seiner Höhen- und Neigungseinstellung für flexible, kreative und ergonomische Arbeitsplätze geeignet.

Mehr Infos auf www.vogels.com/professional


Am Stand von davit konnten die Besucher Lösungen wie den Microsoft Surface Hub 2, Hoylu und threePort von three10 erleben und testen. Das Team um Florian Knoll, GF von davit, wurde von den jeweiligen Spezialisten der Aussteller unterstützt.

threePort ist eine Softwarelösung, die der Kreativität und Collaboration jede Menge Raum lässt. Für kleine Einzel-Displays bis hin zu Anzeigen von bis zu 50 Mio. Pixel lassen sich atemberaubende Präsentationen erstellen und anzeigen. Live-Inputs sowie Daten jeglicher Art lassen sich so in den Canvas einfügen, positionieren und in der Größe anpassen und als Setup (ähnlich wie die einzelnen Seiten einer Powerpoint-Präsentation) abspeichern. Benjamin Hacker, Business Development Manager von three10 war vor Ort und präsentierte das gesamte Leistungsspektrum der Software.

Jürgen Bemmerl, VP Sales Central, South & Eastern Europe präsentierte das Hoylu System. Schon letztes Jahr war der Hersteller mit einer Hoylu-Wall vor Ort. Diese Lösung ist geschaffen für einfache und schnelle Gruppen-Arbeitsumgebungen. Zahlreiche Neuerungen und Erweiterungen werden auf der ISE vorgestellt.


Die Lösungen von Hoylu, Three10, Wolfvision sind ebenso im Collaboration Center in Stuttgart in modernen und inspirierenden Arbeitsumgebungen zu erleben, wie z.B. die Commwall, das SHARP Windows Collaboration Display und Lösungen von smartPerform.


Am Stand von Inobjekt ging es um Medienmöbel und speziell um Lehrer- und Dozentenarbeitsplätze für das digitale Zeitalter. Im Gespräch mit Jürgen Schmitt, Geschäftsführer von inobjekt, erfuhr ich viel über die Anforderungen an solche Möbel. Schutz vor Vandalismus und Diebstahl, Design, Praxistauglichkeit, Ergonomie und Flexibilität steht bei der Konzeption im Vordergrund. Rückwände, die leicht abzunehmen, sind weitere Anforderungen.

Inobjekt baut seit 1991 Medienmöbel und hat die entsprechende Erfahrung. Die Lösungen werden aber auch immer mit den Anwendern weiterentwickelt und auf deren Bedürfnisse zugeschnitten.

„Der Lehrende unterrichtet heute mit dem Gesicht zu den Lernenden und nicht mit dem Rücken zugewandt an der Tafel“, so Jürgen Schmitt.

Wolfvision VZ8 neo+, weltweit einziger Einbau-Visualizer

BYOD-Geräte, interaktive Stiftdisplays, Dokumentenkameras, Mediensteuerungen sind die technischen Anforderungen an moderne Unterrichtskonzepte. Hier arbeitet inobjekt mit ROM Technik (Rud. Otto Meyer Technik) als Systemintegrator zusammen.


Dietmar Moser von ROM Technik erläuterte mir am Beispiel des „Konzepts digital 4.1“, wie die Medientechnik für die Benutzerfreundlichkeit und ein einfaches Management genutzt wird. Die Integration jedes einzelnen Raums in ein Gesamtsystem inklusive Anbindung an die Haustechnik, Telefonanlage bis hin zu Alarmierung kann so umgesetzt werden. Bei ROM Technik alles aus einer Hand, was auch eine deutliche Straffung von Projektlaufzeiten bedeutet.

Grafik © ROM Technik

Hierbei erscheint es wichtig, schon in der Planungsphase keine Insellösungen zu schaffen und die Systeme miteinander zu vernetzten. Mit Crestron Fusion ist es z.B. möglich, die Voraussetzungen für hohe Verfügbarkeit und einfache Servicebarkeit zu schaffen.


Das nächste Branchenereignis ist die ISE in Amsterdam. Ich werde auch vor Ort sein und u.a. meine Partner smartPerform und Medialantic mit Wisdom Audio unterstützen. Für Gespräche stehe ich gerne zur Verfügung. Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Termin. Email: tk(at)av-profi.com.

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