Das 10-Minuten-Problem Teil 3

Ich möchte mich ganz herzlich für das Interesse und das positive Feedback für den ersten und zweiten Teil meiner Serie bedanken.


Im ersten Teil habe ich aufgezeigt, was diese angenommenen 10 Minuten Wartezeit kosten können. Bei 50 Mitarbeiter, die regelmässig in Meetings 10 Minuten auf eine funktionierende Technik warten müssen, kommen Kosten in Höhe von 120T€ p.a. zusammen. Das ist viel und vor allem zum großen Teil vermeidbar. Im zweiten Teil habe ich beschrieben, wie die Technik uns unterstützen sollte, dies leider oft nicht tut.


In diesem dritten Teil wollen wir uns mit Venues beschäftigen, die mit Veranstaltungen Geld verdienen, also Veranstaltungsräume samt funktionierender und benötigter Technik vermieten. Das können Konferenzräume in Hotels sein, Säle für große Veranstaltungen oder auch Hallen, in die viele Menschen zu Veranstaltungen eingeladen sind. Haupt- und Gesellschafterversammlungen sind sicherlich die Königsdisziplin, weil hier auch Vorgaben betreffend Redundanz und Contentverteilung in allen Bereichen, wo sich die Besucher, Teilnehmer und Gäste aufhalten, zu beachten sind. Hier fällt es freilich schwer, den monetären Schaden zu kalkulieren, wenn eine Veranstaltung zu spät beginnt oder Unterbrechungen aufgrund von Schwierigkeiten mit dem Equipment auftreten. Technikprobleme führen aber in jedem Fall zu einem Imageschaden und kann die Teilnehmer auch an der Professionalität des Veranstalters zweifeln lassen.

Ich habe das schon selbst erlebt, dass mein Mikrofon nicht funktionierte oder der Content vom Zuspieler nicht gezeigt werden konnte. Als Key-Note-Sprecher steht man dann da und muss einige peinliche Momente, Sekunden und sogar Minuten aushalten (können). Hier denken wir nicht an zehn Minuten, hier können Sekunden und wenige Minuten den Eindruck einer Veranstaltung trüben. Möchte man das nochmal haben? Wird man bei der nächsten Veranstaltung wieder bereitwillig zusagen? Was halten die Gäste, Kunden und Teilnehmer von so einer Veranstaltung? Würde ich als Veranstalter diesen Raum, diesen Technikdienstleister noch einmal buchen?

Da braucht es Fachleute, die schon vor der Veranstaltung sicherstellen, dass solche Pannen so gut als irgend möglich von vornherein ausgeschlossen werden. Technikteams, die dafür sorgen, dass redundante Systeme zur Verfügung stehen. Wenn es dann zu einer Panne kommt, braucht es unverzüglich den „Entpeinlicher“, wie es ein Kollege trefflich formuliert hat.


Gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns Markenauftritte wie Messen und Showrooms an. Hier muss alles passen, die sog. Customer Experience wird dadurch geprägt, dass der Besuch zu einem hoffentlich unvergesslichen Erlebnis wird. Alles muss passen.

Schwarze oder falsch kalibrierte Bildschirme oder LED-Wände, schlechter Sound, schwache Akkus, Rauschen oder falsch eingestellte Sprache bei den Audio-Guides oder sonstige Störungen trüben das Markenerlebnis nachhaltig. Premiummarken führen sich mit unzulänglicher Technik ad absurdum. Hier braucht es proaktive Wartung und allumfängliche Überwachung der eingesetzten Technik. Medientechnik, Beschallung, Licht, IT, alles muss funktionieren. Immer.

Wer sich darauf verlässt, dass am vorigen Tag alles funktioniert hat, ist schlecht beraten!


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